Seit dem 22.Oktober sid wir, die 15 Teilnehmer des Amerikaaustausches zusammen mit Herrn Roggenland und Frau Bublitz, gesund und munter von unserer aufregenden Reise wieder zurück. Mittlerweile haben wir uns hier alle wieder gut eingelebt, das Jetlack überstanden und treffen uns in der AG um unsere Eindrücke und neuen Erfahrungen nachzubereiten und damit eine noch besseres Austauscherlebnis für die nachfolgenden Jahrgänge zu ermöglichen. Hier kommen ein paar Eindrücke und Erfahrungen von unserer Zeit in den Staaten. Was sie dort alles erlebt haben, berichten sie hier!

Es ist 4.00 morgens und gespannt warten wir alle am Air France Schalter. Die Aufregung ist trotz der Müdigkeit groß. Schon in 16 Stunden werden wir unser Ziel erreichen: Pittsburgh. Hier werden wir die nächsten zwei Wochen in amerikanischen Gastfamilien verbringen.


Am Flughafen werden wir von den Amerikanern aufgeregt erwartet und äußerst herzlich empfangen. Am nächsten Tag starten wir dann schon voll durch: Die meisten essen ein Festessen mit der Familie oder gehen Essen. Danach treffen wir uns alle beim Homecoming Ball, wo wir feststellen, dass dieser völlig anders ist als ein Ball bei uns. Anstatt Standardpaartänze zu tanzen, gleicht es mehr einer großen Party, die allen Spaß macht. Auch nach dem Ball, der um 23 Uhr endet, geht es mit privaten After-Show-Partys oder Sleep - Overs weiter.
Montag werden wir böse vom Schulanfang um 7:20 Uhr überrascht. 7:20 Uhr, das klingt erst einmal nicht schlimm, allerdings muss die lange Fahrt zur Schule, die in Teilen eine Stunde beträgt, berücksichtigt werden. Generell müssen wir feststellen, dass amerikanische Schulen anders als die deutschen sind. Die Lehrer haben dort ihre eigenen Räume, in die die Schüler kommen müssen. Das ist schon eine Herausforderung an sich, weil die Pausenzeiten zwischen den Stunden knapp ist  Außerdem müssen die Schüler seit dem 5ten Schuljahr ihre Kurse wählen, weswegen wir Deutschen uns in der Schule nur manchmal sehen. In den amerikanischen Schulen gibt es nur eine Pause für das Mittagessen, welche relativ früh ist. Bei Burgern, Pizzen, Pommes, Sandwiches, Cookies oder selbst mitgebrachtem Essen sitzt man dann in der Cafeteria zusammen und hat 45 Minuten keinen Unterricht.


Zwei Tage später, am Mittwoch, steht ein gemeinsamer Ausflug nach Downtown Pittsburgh an. Dort lernen wir als erstes den lustigen Fahrer eines Ducky - Boats (Amphibienfahrzeug als Stadttour) kennen und sehen die Stadt von Land und Wasser aus. Anschließend bietet sich ein atemberaubender Ausblick auf die Pittsburgh Skyline auf einer Aussichtsplattform, die wir mit der Gondel namens Duquesne - Incline erreichen. Danach gibt es den Kult- Pittsburg- Sandwich mit Burgerfleisch und Pommes darauf zum Mittagessen. Gestärkt besuchen wir den Heinz- History- Center, wo wir interaktiv viele spannende Informationen über die Geschichte Pittsburghs und den legendären Heinz Ketchup erfahren. In den nächsten Tagen passen wir uns langsam aber sicher an den neuen, ungewohnten Schulalltag an. Das Wochenende verbringen wir alle innerhalb unserer Gastfamilien.
Mittlerweile ist schon über eine Woche vergangen und es ist Dienstag. Unser nächster gemeinsamer Ausflug steht an: Ein Besuch von „Fallingwater“, das berühmteste Haus des bekannten Architekten Frank Lloyd Wright. Anschließend geht es weiter in den kleinen Ort „Ohiopyle.“
Doch unserer größter gemeinsamer Ausflug steht uns noch bevor und Freitag klingeln dann früh morgens die Wecker. Nach fünf langen Stunden Busfahrt erreichen wir endlich unser Ziel: Die Niagara Fälle. Von der Aussichtsplattform bietet sich uns ein spektakulärer Blick auf die Tonnen an Wasser, die sich dort in die Tiefe stürzen. Als erstes machen wir eine Schifffahrt, direkt an den Fällen vorbei (übrigens eine sehr nasse Angelegenheit) und anschließend können wir uns auf der „Hurricane Platfom“ fast direkt vor den Wasserfall stellen. Nach einem kleinen Spaziergang über die Grenze haben wir nun etwas Freizeit in Kanada, während der wir essen, shoppen und tolle Fotos machen können.
Samstag bricht dann leider schon unser letzter Tag in Pittsburgh und den Gastfamilien an. Nachmittags treffen wir uns mit allen Gastfamilien noch einmal zu einem großen Picknick mit leckerem Essen, netten Spielen und einer Menge Spaß. Sonntagmorgen heißt es  dann leider schon Abschied von den Austauschfamilien zu nehmen, was uns allen sehr schwer fällt und es fließen einige Tränen.

Nach einer weiteren langen Busfahrt und einer kleinen Reise durch die Washington  Metro erreichen wir dann endlich unser Hotel, in welchem wir für die nächsten drei Tage unterkommen.  Nachdem wir uns kurz eingerichtet haben, unternehmen wir auch schon die erste Erkundungstour und gucken uns das weiße Haus an. Am Montag morgen genießen wir ein ausgiebiges Frühstück und machen uns dann gut gestärkt auf den Weg zur National Mall, einer Art großem Park voll mit Denkmälern von wichtigen Personen und wichtigen historischen Begebenheiten wie z.B das „Washington Memorial“ oder das „ World War II Memorial“. Anschließend nehmen wir an einen geführten Tour durch das  Capitol teil, sehen uns den eindrucksvollen Kuppelsaal an und bekommen danach sogar die Möglichkeit uns eine Senatssitzung anzusehen.
Den Abend verbringen wir dann in einem großen Einkaufscenter, in dem wir ein paar Stunden shoppen, essen und unsere Zeit verbringen können. Am nächsten Tag haben wir die Möglichkeit zu wählen in welches der unzähligen Museen Wahingtons wir gehen wollen. Am Ende haben wir zwei Gruppen, eine welche das „National Natural History Museum“ (Naturkunde) besucht und eine Gruppe,die das „Air & Space Museum“ (Fliegerei Geschichte) erkundet. Danach besichtigen wir das schöne Stadtviertel „Georgetown“. Abends gehen wir alle gemeinsam im Hard Rock Café essen und genießen unseren letzten Abend in den USA. Am nächsten Morgen haben wir, da unser Flug erst am Nachmittag ging, noch Zeit uns die „Congress Library“, die größte Bibliothek der Welt anzuschauen. Im Anschluss holen wir dann unser Gepäck aus dem Hotel ab und fahren zum Flughafen. Nach einem langen Flug und einem gefühlt noch längerem Aufenthalt am Pariser Flughafen werden wir dann erleichtert von unseren Familien in Hannover wieder in Empfang genommen. Die Zeit in den USA ist zu Ende, aber die vielen Erinnerungen werden bleiben.