Depressionen, Suizid – Krankheiten und Taten, über die die Gesellschaft am liebsten schweigen würde. Doch die Zahlen derjenigen, die den Freitod wählen, steigen. Mehr als 9.000 Menschen nehmen sich jährlich in Deutschland das Leben, hierbei sind die Dunkelziffern unbekannt. Circa die Hälfte der an Depressionen Erkrankten versuchen einmal in ihrer Krankheitsgeschichte sich das Leben zu nehmen. Welche Symptome weisen aber auf eine Depression hin und wie kann sie behandelt werden?

Halten Symptome wie Ermüdung, Schmerzsymptome oder Stimmungen wie Freudlosigkeit und Kraftlosigkeit länger als zwei Wochen an, kann eine depressive Erkrankung vorliegen. Außerdem beeinträchtigen Depressionen das komplette Alltagsleben sehr. Beispielsweise äußern sie sich durch Lustlosigkeit und Erschöpfung bis hin zur Bettlägerigkeit. Aber auch genetische Grundlagen, eine posttraumatische Belastungsstörung oder auch körperliche Krankheiten können Ursachen einer Depression sein. Emotionale Belastung, geringes Konzentrations- und Denkvermögen werden zum Alltag. Erkrankte plagen sich aber auch täglich mit Dingen wie Versagensangst, Schuldwahn und Verlustangst. Dauern solche Symptome länger als ein Jahr an, kann eine chronische Depression diagnostiziert werden.
Allerdings gibt es verschiedene Arten von Depressionen. Depressionen differenziert man in unterschiedliche Arten.
Es gibt organische Depressionen, die beispielsweise durch Diabetes oder auch Infektionskrankheiten entstehen können. Aber auch durch Cannabis ( Droge), andere Drogen und auch Alkohol können Depressionen entstehen, die als „Substanzmissbrauch Depressionen“ bezeichnet werden.
Angststörungen, Schizophrenie oder auch bipolare Störungen können die Folgen sein.
Eine bipolare Störung ist ähnlich einer manischen Depression. Es ist ein Hin und Her zwischen Phasen der Freude und der Trauer.
Depressionen sind durchaus behandelbar, man kann diese Krankheit besiegen und wieder neu anfangen. Es gibt viele verschiedene Therapien sowie Möglichkeiten, Medikamente einzusetzen. In Therapien lernt man, wie man den eigenen Ärger kontrollieren kann oder seinen Alltag strukturiert. Es gibt soziales Training oder auch Problemlösetrainings. Außerdem gibt es noch verschiedene Antidepressiva. Dies sind Medikamente, die die Stimmung aufhellen und dir auf diesem Weg behilflich sein sollen. Beispielsweise Fluoxetin - es ist ein Antidepressivum, welches in Deutschland ab acht Jahren freigegeben ist. Jedoch gibt es, wie bei anderen Medikamenten auch, Nebenwirkungen
Es kann zu Suizidgefährdung, Übelkeit, Kopfschmerzen oder ähnlichemin den ersten Wochen führen.
Beim Absetzten dieser Medikamente muss die Person beobachtet werden, in manchen Fällen sogar stationär. Eine schnelle Diagnose und Therapie reduziert eine Suizidgefahr. Depressionen sind nicht selten und werden oftmals von Familie und Freunden leicht übersehen. Erkrankte fallen Menschen, die ihnen nahe stehen, oft zur Last.
Circa 30 Millionen Menschen leidern auf der Welt an einer depressiven Erkrankung. Also nicht wenige, 2020 werden Depressionen sogar die zweithäufigste Todesursache weltweit sein.
Wenn du oder dein/e Freund/in Probleme haben, kann man sich bei der Telefonseelsorge melden.
Sie hören sich Probleme an und versuchen zu helfen, so gut wie sie können.

Auch wir, die Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Berenbostel haben miterlebt, dass Depressionen nicht erkennbar sind und schwer heilbar. Wir haben einen geliebten Lehrer verloren, der uns immer in Erinnerung bleiben wird.