Ihr habt noch einen Wunsch zu Weihnachten frei und wollt mal wieder ein Buch lesen, welches euch so in den Bann zieht, dass ihr nicht mehr stoppen könnt? Ein Buch, welches auch noch außerhalb des Lesens präsent ist?
Dann bist du mit ENDGAME auf der richtigen Seite.


„ENDGAME. Zwölf Meteoriten. Zwölf Spieler. Nur einer kommt durch.
Als zwölf Meteoriten nahezu gleichzeitig an unterschiedlichen Orten der Erde einschlagen, gibt es keinen Zweifel mehr: Die Zeit ist gekommen. ENDGAME hat begonnen! Jeder der Meteoriten überbringt eine Nachricht, die die zwölf Auserwählten entschlüsseln müssen und die sie schließlich an einem geheimnisvollen Ort zusammenführt. Dort stehen sie ihren Gegnern zum ersten Mal gegenüber. Ein Wettkampf auf Leben und Tod beginnt und eine rücksichtslose Jagd um den gesamten Globus. Die Spieler müssen zu allem bereit sein. Wird Arroganz Bescheidenheit schlagen? Klugheit Stärke übertreffen? Wird Gnadenlosigkeit am Ende siegen? Schönheit von Nutzen sein? Muss man ein guter Mensch sein, um zu überleben? ENDGAME wird es zeigen. Aber nur wer die Hinweise richtig deutet und die drei Schlüssel findet, geht als Gewinner hervor. Und nur seine Linie wird überleben, wenn die gesamte Menschheit vernichtet wird.“

Als wäre das nicht genug, ist der Inhalt übersät mit geheimen Botschaften in Form von Bildern und Links, welche sich zu einem einzigartigen Krypto-Rätsel zusammen setzten, bei dem der Gewinner 500.000 Dollar gewinnen kann.

Der 2014 erstmals bei Oetinger veröffentlichte Science-Fiction Roman, ENDGAME, geschrieben von James Frey, hatte mich zu Beginn eher zum Nachdenken gebracht. Die geplante Trilogie, welche 2016 vom ersten Kinofilm ergänzt werden soll, mochte eine spannende Geschichte versprechen. Doch war ich bereit, mich darauf einzulassen? Noch bevor ich das Buch gelesen habe, kam mir die Frage auf, inwiefern Bücher dazu genutzt werden sollten, ein Gewinnspiel zu präsentieren. Jeder der 12 Spieler besitzt einen eigenen Twitter-Account, auf dem weitere Hinweise gegeben werden, um das Rätsel zu lösen.
Erst als ich die Leseprobe las, war ich überzeugt: Unabhängig von den Chance, einen Haufen Geld zu gewinnen, würde ich dieses Buch lesen. Denn wer es glaubt oder nicht, der Autor ist kein talentfreier Schreiber, der lediglich dafür sorgen soll, Geld zu verdienen und das Rätsel an den Markt zu bringen. James Frey, welcher selbst die Idee hatte, diese Dinge in einem Buch miteinander zu verbinden, hat einen beeindruckenden Schreibstil, welcher uns stets nah bei den Figuren hält, aber gleichzeitig eine gewisse Distanz schafft, die mich ein wenig an den Schreibstil der Legend-Autorin Marie Lu erinnert.
Die Geschichte, welche auf den ersten Blick an die Tribute von Panem erinnert, stellt sich bei genauerem Hingucken jedoch nicht als billigen Abklatsch heraus, sondern eröffnet dem Leser ein noch viel extremeres Szenario.
ENDGAME erschafft eine neue Basis der Religion und kombiniert diese mit einer uralten Prophezeiung, welcher die 12 Spieler mit verschiedener Herkunft gerecht werden müssen. Der Leser wird in jeden Charakter eingeführt und bekommt so das nötige Wissen, um alle dieser Figuren sympathisch zu finden oder zu verabscheuen. Dem Leser wird ermöglicht seinen eigenen Favoriten zu finden und sich zu überlegen, welcher der 12 als nächstes stirbt, welche Bündnisse geschlossen und welche moralischen Grenzen überschritten werden oder wer zum Schluss ganz allein überlebt und somit seine komplette Linie vor dem Tod bewahren kann.

Die ersten beiden Bände sind bereits erfolgreich erschienen und alle Fans, die ENDGAME bisher für sich gewinnen konnte, warten sehnsüchtig den 2016 erscheinenden Abschlussband der Trilogie, welcher uns den Nerven aufreibenden Showdown präsentieren wird.
Ich bin gespannt!